Es gibt unterschiedliche Wege einer Förderung Ihrer Ziele

Überbrückungshilfe III für den Handel des Bundes

Die Corona-Pandemie stellt Gesellschaft und Wirtschaft weiterhin vor immense Herausforderungen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Bundesministerium der Finanzen (BMF) haben deshalb die Überbrückungshilfen erneut verlängert und deutlich vereinfacht. Damit unterstützen wir noch mehr Unternehmen und Selbständige mit Corona-bedingten Umsatzausfällen.

Was ist neu:

  • Fixkostenzuschüsse für Monate mit Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent zwischen November 2020 und Juni 2021
  • Auch größere Unternehmen bis 750 Millionen Euro Jahresumsatz (Grenze entfällt für von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie und der Pyrotechnikbranche sowie für Unternehmen des Großhandels und der Reisebranche) haben Anspruch
  • Förderhöchstbetrag pro Monat: 1,5 Millionen Euro (bisher 50.000 Euro; Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen, im Rahmen der Höchstgrenzen der EU-Beihilferegeln).
  • Mehr Fixkosten erstattungsfähig: z.B. auch bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat zur Umsetzung von Hygienekonzepten (auch rückwirkend bis März 2020); Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau eines Onlineshops, Eintrittskosten bei großen Plattformen) einmalig bis zu 20.000 Euro.
  • Zusatzregelungen für Reisebranche (Provisionen sowie Erstattung von externen Ausfall- und Vorbereitungskosten sowie eine Personalkostenpauschale für bestimmte Reisen rückwirkend ab März bis Dezember 2020), Kultur- und Veranstaltungsbranche (Erstattung von Ausfall- und Vorbereitungskosten rückwirkend ab März bis Dezember 2020), stationären Einzelhandel (Abschreibungskosten verderblicher Ware und Ware für Wintersaison 2020/2021, die wegen des Lockdown nicht abgesetzt werden konnte; gilt auch für Hersteller und Großhändler verderblicher Waren, für die Gastronomie und Zierpflanzenerzeuger) sowie pyrotechnische Industrie (Transport- und Lagerkosten nach Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk sowie Förderung von Fixkosten März bis Dezember 2020 bei Umsatzrückgang von mindestens 80 Prozent im Dezember 2020 gegenüber Dezember 2019).

Wer kann die Förderung beantragen?

Unternehmen, Soloselbständige, und Freiberufler bis zu einem Jahresumsatz von 750 Millionen Euro im Jahr 2020 sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen.

Voraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der Referenzmonat im Jahr 2019. Für Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 gegründet wurden, gelten besondere Vorschriften. Unternehmen, die November- und/ oder Dezemberhilfe erhalten, sind für diese Monate nicht antragsberechtigt.

Wie stellen Sie den Antrag?

Der Antrag kann über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer stellen. Die Kosten werden bezuschusst.

Alle Infos zum Registrierungs- und Anmeldeverfahren für prüfende Dritte finden Sie hier.

Auch Soloselbständige können bei der ÜH III Anträge auf Fixkostenzuschüsse über prüfende Dritte stellen. Die Kosten dafür werden bezuschusst. Alternativ können Soloselbständige im Rahmen der sogenannten Neustarthilfe eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von bis zu 7.500 Euro erhalten. Die Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe“) für Soloselbstständige in Höhe von bis zu 7.500 Euro kann nur direkt beantragt werden (gesonderte FAQ „Neustarthilfe“ werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht).

Was und wie wird gefördert?

Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten bezuschusst. Der maximale Förderbetrag wurde auf 1,5 Millionen Euro (weitere Erhöhung auf 3 Millionen Euro für Verbundunternehmen in Vorbereitung) angehoben. Die beihilferechtlichen Grenzen, die derzeit bei 12 Millionen Euro (für alle staatlichen Förderprogramme wie z.B. KfW-Schnellkredit, Soforthilfe, November-/ Dezemberhilfe) liegen, sind zu beachten. Dabei haben Unternehmen, die weniger als 2 Millionen Euro beantragen ein Wahlrecht zwischen Bezuschussung nach Bundesregelung Fixkosten, die die Vorlage einer Verlustrechnung bedingt, und der Bundesregelung Kleinbeihilfen. Weitere Infos dazu hier.

Erstattet werden:

  • bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei 50 Prozent bis 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 Prozent Umsatzeinbruch
    (Umsatzeinbruch jeweils im Vergleich zum Vergleichsmonat des Jahres 2019). Junge Unternehmen können andere Umsatzzahlen heranziehen (Infos dazu hier).
Beispiel 1: Ein Restaurant ist geschlossen, die Umsatzeinbußen liegen trotz Außerhausverkauf bei über 70 Prozent. Die monatlichen Fixkosten von 10.000 Euro werden zu 90 Prozent erstattet (9.000 Euro). Der Betrieb hat im Juni und Juli 2020 20.000 Euro in bauliche Hygienemaßnahmen investiert – davon werden ebenfalls 90 Prozent erstattet (18.000 Euro).
Beispiel 2: Eine Einzelhändlerin oder ein Einzelhändler mit Saisonware wie Weihnachts- oder Silvesterartikeln hat 80 Prozent Umsatzausfall. Ein Teil der Ware wurde stark preisreduziert online verkauft, ein Teil komplett abgeschrieben. Wertverlust: 20.000 Euro. Davon werden 90 Prozent (also 18.000 Euro) erstattet.

Wird eine Abschlagszahlung gezahlt?

Antragsberechtigte, die den Antrag über einen prüfenden Dritten stellen, erhalten eine Abschlagszahlung i.H.v. 50 Prozent der beantragten Förderung (maximal 100.000 Euro pro Monat bzw. insgesamt bis zu 800.000 Euro).

Kann die Überbrückungshilfe III beantragt werden, wenn man vorher schon andere Hilfen erhalten hatte?

Ja. Leistungen aus der Überbrückungshilfe II für November und Dezember 2020 werden angerechnet. Unternehmen, die November-/Dezemberhilfe erhalten, können aber für die Monate November und Dezember 2020 keine Anträge auf Überbrückungshilfe III stellen.

Die wichtigen FAQ’s zu der Überbrückungshilfe III finden Sie hier – insbesondere die Regelung der Warenwertabschreibung.

 

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Überbrückungshilfe III des Bundes

  • „November- und Dezember-Fenster“ in der Überbrückungshilfe: Erweiterung des Zugangs zu den Überbrückungshilfen für die Monate November bzw. Dezember 2020 auch für Unternehmen, die im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent erlitten haben und keinen Zugang zur Novemberhilfe und/oder Dezemberhilfe hatten. So wird weiteren Unternehmen geholfen, die von den Schließungsmaßnahmen im November und Dezember 2020 hart getroffen wurden, ohne von der November- und/oder Dezemberhilfe erfasst zu sein. Im Übrigen bleibt es bei der Zugangsschwelle von 50 Prozent Umsatzrückgang für zwei aufeinanderfolgende Monate bzw. 30 Prozent seit April 2020.

  • Erhöhung des Förderhöchstbetrags pro Monat von bisher 50.000 Euro auf 200.000 Euro und Ausweitung der Antragsberechtigung durch den Wegfall der Beschränkung auf kleine und mittlere Unternehmen. Nunmehr sind alle Unternehmen bis maximal 500 Millionen Euro Jahresumsatz in Deutschland antragsberechtigt.

  • Der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird erweitert um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro. Damit wird Unternehmen geholfen, die Anstrengungen unternehmen, um die Hygieneanforderungen zu erfüllen. Außerdem sind Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019 förderfähig.

  • Abschreibungen von Wirtschaftsgütern werden bis zu 50 Prozent als förderfähige Kosten anerkannt. So kann etwa ein Schausteller, der ein Karussell gekauft hat und per Kredit oder aus dem Eigenkapital finanziert hat, die Hälfte der monatlichen Abschreibung als Kosten in Ansatz bringen.

  • Soloselbständige sind künftig bis zu einem Betrag von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt (also auch ohne Einschaltung z.B. von Steuerberater*innen).

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Überbrückungshilfe II des Bundes

Betroffene Einzelhändler können ab dem 21. Oktober 2020 die Corona-Überbrückungshilfe II beantragen. Die Anträge für den Zeitraum von September bis Dezember 2020 können hier gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2021.

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Die Überbrückungshilfe II des Bundes unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbstständige mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten.

Folgende Verbesserungen wurden u.a. vorgenommen: Der Umsatzeinbruch, um die Hilfen beantragen zu können, wurde gesenkt.

Statt bisher ein Umsatzeinbruch im April/Mai 2020 von 60 Prozent ist es nun ausreichend, wenn der Umsatz in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten zurückgegangen ist.

Alternativ reicht ein durchschnittlicher Umsatzrückgang im gesamten Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent. Die Fördersätze für die erstattungsfähigen Kosten betragen nun 90 anstatt 80 Prozent.

Die bisherigen Förderdeckel für kleine und mittelständische Unternehmen werden abgeschafft, alle Unternehmen können jetzt bis zu 50.000 Euro erhalten. Die Personalkostenpauschale wird von 10 auf 20 Prozent verdoppelt.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Ablauf der Antragstellung, zu Fristen und Förderhöhen. In Baden-Württemberg ist die L-Bank die entsprechende Bewilligungsstelle.

Eckpunkte der Überbrückungshilfe des Bundes

Sicherung der wirtschaftlichen Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die durch Corona-bedingte vollständige oder teilweise Schließungen oder Auflagen erhebliche Umsatzausfälle erleiden.

Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und soweit sie ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten.

Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb sind ebenfalls antragsberechtigt.

Eine Einstellung der Geschäftstätigkeit vollständig oder zu wesentlichen Teilen in Folge der Corona-Krise wird angenommen, wenn der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist.

Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.

Der Antragsteller darf sich am 31. Dezember 2019 gemäß EU-Definition nicht in Schwierigkeiten befunden haben.

Antragsberechtigt sind auch im obigen Sinne von der Corona-Krise betroffene gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind (z.B. Jugendbildungsstätten, überbetriebliche Berufsbildungsstätten, Familienferienstätten).
Bei diesen Unternehmen und Organisationen wird statt auf die Umsätze auf die Einnahmen (einschließlich Spenden und Mitgliedsbeiträge) abgestellt. Öffentliche Unternehmen sind von der Förderung ausgeschlossen. Dies gilt nicht für Bildungseinrichtungen der Selbstverwaltung der Wirtschaft in der Rechtsform von Körperschaften des öffentlichen Rechts (Bildungseinrichtungen der Kammern, Kreishandwerkerschaften oder Innungen).

Die Zuschüsse sind zurückzuzahlen, sollte das Unternehmen nicht bis August 2020 fortgeführt werden.
Eine Auszahlung der Zuschüsse an Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb eingestellt oder die Insolvenz angemeldet haben, ist ausgeschlossen.

Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31. August 2020 und die Auszahlungsfristen am 30. November 2020.

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten gemäß der folgenden Liste, die auch branchenspezifischen
Besonderheiten Rechnung trägt:
1. Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke und Räumlichkeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen. Kosten für Privaträume sind nicht förderfähig.
2. Weitere Mietkosten
3. Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
4. Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
5. Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV
6. Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen
7. Grundsteuern
8. Betriebliche Lizenzgebühren
9. Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben
10. Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die im Rahmen der Beantragung der CoronaÜberbrückungshilfe anfallen.
11. Kosten für Auszubildende
12. Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 10 % der Fixkosten der Ziffern 1 bis 10 gefördert. Lebenshaltungskosten oder ein Unternehmerlohn sind nicht förderfähig.
13. Um der besonderen Betroffenheit der Reisebüros angemessen Rechnung zu tragen, sind auch Provisionen, die Inhaber von Reisebüros den Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zurückgezahlt haben, den Fixkosten nach Nr. 1 bis 12 gleichgestellt.

Die Fixkosten der Ziffern 1 bis 9 müssen vor dem 1. März 2020 begründet worden sein. Zahlungen für Fixkosten, die an verbundene Unternehmen oder an Unternehmen gehen, die im Eigentum oder unmittelbar oder mittelbar unter dem beherrschenden Einfluss derselben Person oder desselben
Unternehmens stehen, sind nicht förderfähig.

Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von
• 80 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch,
• 50 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 %
• 40 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40 % und unter 50 %
im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Bei Unternehmen, die nach Juni 2019 gegründet worden sind, sind die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.
Liegt der Umsatz im Fördermonat bei wenigstens 60 % des Umsatzes des Vorjahresmonats, entfällt die Überbrückungshilfe anteilig für den jeweiligen Fördermonat.
Eine Überkompensation ist zurückzuzahlen.
Die als Überbrückungshilfe unter den vorstehenden Voraussetzungen bezogenen Leistungen sind steuerbar und nach den allgemeinen steuerrechtlichen Regelungen im Rahmen der Gewinnermittlung zu berücksichtigen.

Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für drei Monate.
Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 Euro für drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro für drei Monate.
Diese maximalen Erstattungsbeträge können nur in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden.
Ein begründeter Ausnahmefall liegt vor, wenn die Überbrückungshilfe auf Basis der erstattungsfähigen Fixkosten mindestens doppelt so hoch läge wie der maximale Erstattungsbetrag. In diesen Fällen bekommt der Antragsteller über den maximalen Erstattungsbetrag hinaus die hierbei noch nicht berücksichtigten Fixkosten zu 40 % erstattet, soweit das Unternehmen im Fördermonat einen Umsatzausfall zwischen 40 % und 70 % erleidet. Bei Umsatzausfällen über 70 % werden 60 % der noch nicht berücksichtigten Fixkosten erstattet. Die Höhe der maximalen Förderung von 150.000 Euro für drei Monate bleibt davon unberührt.

Rechtlich selbständige verbundene Unternehmen oder Unternehmen, die im Eigentum oder unmittelbar oder mittelbar unter dem beherrschenden Einfluss derselben Person oder desselben Unternehmens stehen, können Überbrückungshilfe insgesamt nur bis zu einer Höhe von 150.000 Euro für drei Monate beantragen. Dieses Konsolidierungsgebot gilt nicht für gemeinnützig geführte Übernachtungsstätten wie Jugendherbergen, Schullandheime, Träger des internationalen Jugendaustauschs, Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Das Programm läuft in den Monaten Juni bis August 2020. Ein Zuschuss ist maximal über drei Monate möglich.

Als Beschäftigtenzahl wird die Zahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 zugrunde gelegt. Bei verbundenen Unternehmen werden die Beschäftigten der einzelnen Unternehmen zusammen berücksichtigt.
Der Nachweis des anspruchsbegründenden Umsatzeinbruchs und der erstattungsfähigen Fixkosten erfolgt in einem zweistufigen Verfahren.
In der ersten Stufe (Antragstellung) sind die Antragsvoraussetzungen und die Höhe der erstattungsfähigen Fixkosten mit Hilfe eines Steuerberaters, Wirtschaftsprüfers glaubhaft zu machen, in der zweiten Stufe (nachträglicher Nachweis) mit Hilfe eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers zu belegen.
1. Stufe:
– Umsatzeinbruch: Die Unternehmen geben bei Antragstellung eine Abschätzung ihres Umsatzes im April und Mai 2020 ab. Zudem geben sie eine Prognose ihres Umsatzes für den beantragten Förderzeitraum ab.
– Fixkosten: Die Unternehmen geben bei Antragstellung eine Abschätzung ihrer voraussichtlichen Fixkosten an, deren Erstattung beantragt wird.

Das Antragsverfahren wird durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer durchgeführt und über eine digitale Schnittstelle direkt an die EDV der Bewilligungsstellen der Länder übermittelt. Erst dann kann die Bewilligung erfolgen.
Der Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer berücksichtigt im Rahmen des  Antragsverfahrens die Umsatzsteuervoranmeldungen des Jahres 2019 sowie den Jahresabschluss 2019 und die Einkommens bzw. Körperschaftssteuererklärung 2019. Soweit der Jahresabschluss aus dem Jahr 2019 oder andere erforderliche Kennzahlen noch nicht vorliegen, können der Jahresabschluss 2018 oder andere erforderliche Kennzahlen aus 2018 vorgelegt werden.

2. Stufe:
– Umsatzeinbruch: Bei Vorliegen der endgültigen Umsatzzahlen über den tatsächlich entstandenen Umsatzeinbruch im April und Mai 2020 werden diese durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer an die Bewilligungsstellen der Länder übermittelt. Ergibt sich daraus, dass der Umsatzeinbruch von 60 % entgegen der Prognose nicht erreicht wurde, sind bereits ausgezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen.
Zudem teilt der Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer bei Vorliegen der endgültigen Umsatzzahlen den Bewilligungsstellen der Länder den tatsächlich entstandenen  Umsatzeinbruch in dem jeweiligen Fördermonat mit. Diese Mitteilung kann auch nach Programmende erfolgen.
Ergeben sich daraus Abweichungen von der Umsatzprognose, sind zu viel gezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen
bzw. werden nachträglich aufgestockt.
Der Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer berücksichtigt bei der Bestätigung der endgültigen Umsatzzahlen die Umsatzsteuervoranmeldungen der antragstellenden Unternehmen.
– Fixkosten: Die Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer übermitteln zudem die endgültige Fixkostenabrechnung an die Bewilligungsstellen der Länder. Auch diese Mitteilung kann nach Programmende erfolgen. Ergeben sich daraus Abweichungen von der Kostenprognose, sind bereits ausgezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen bzw. werden nachträglich aufgestockt.

Das Programm Überbrückungshilfe fällt unter die Geänderte Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020.
Durch die Inanspruchnahme von Überbrückungshilfe und anderen Soforthilfen des Bundes und der Länder darf der beihilferechtlich nach der Kleinbeihilfenregelung 2020 zulässige Höchstbetrag, ggf. kumuliert mit dem Höchstbetrag für Beihilfen nach der De-Minimis-Verordnung, nicht überschritten werden.

Das Überbrückungshilfeprogramm schließt zeitlich an das Soforthilfeprogramm der Bundesregierung an. Finanzielle Härten, die vor Inkrafttreten des Programms entstanden sind (März bis Mai 2020), werden nicht ausgeglichen. Unternehmen, die Soforthilfe des Bundes oder der Länder in Anspruch
genommen haben, aber weiter von Umsatzausfällen im oben genannten Umfang betroffen sind, sind erneut antragsberechtigt.
Eine Inanspruchnahme der Soforthilfe schließt die zeitgleiche Inanspruchnahme der Überbrückungshilfe nicht aus, jedoch erfolgt bei Überschneidung des Förderzeitraums eine anteilige Anrechnung der Soforthilfe. Fixkosten können nur einmal erstattet werden. Eine entsprechende Selbsterklärung ist von den Unternehmen bei Antragstellung abzugeben.
Einzelheiten zum Verhältnis der Überbrückungshilfe zu anderen Corona-bedingten Zuschussprogrammen des Bundes und der Länder werden in den Vollzugshinweisen zu den Verwaltungsvereinbarungen mit den Ländern geregelt.

Antragstellende Unternehmen müssen im Rahmen einer  Verpflichtungserklärung bestätigen, dass weder Überbrückungshilfen in  Steueroasen abfließen, noch sonstige Gewinnverschiebungen in diese Jurisdiktionen erfolgen und dass sie Steuertransparenz gewährleisten. Dies wird mit den diesbezüglichen
Regelungen für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) abgestimmt. Einzelheiten werden in den Vollzugshinweisen geregelt.

Das Volumen des Programms ist auf maximal 25 Mrd. Euro festgelegt. Das entspricht den Kosten, die bis einschließlich August 2020 für das Programm geschätzt werden. Dieser Schätzwert ergibt sich aus Berechnungen, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf der Grundlage von Zahlen des Statistischen Unternehmensregisters angestellt hat. Weil zu den erwartenden Umsatzrückgängen noch keine statistischen Daten vorliegen, wurden für die Berechnungen Umfragedaten aus einer Umfrage des Instituts Kantar im Auftrag des BMWi zur Betroffenheit deutscher Unternehmen durch die Corona-Pandemie zugrunde gelegt.
Demnach rechnen 72 % der befragten Unternehmen mit Umsatzrückgängen im 2. Quartal in Folge der Corona-Krise. Aus diesem Kreis der betroffenen Unternehmen rechnen wiederum 9 % mit Umsatzrückgängen von 51 % bis 75 % und 28 % mit Umsatzrückgängen von 76 % und mehr. Rechnet man diese
Zahlen um auf die Gesamtheit aller befragten Unternehmen ergeben sich Anteile von 6,5 % bzw. 20,2 %.
Für die weiteren Berechnungen wurde davon ausgegangen, dass die Anteile der Unternehmen, die Umsatzrückgänge erwarten, gleich verteilt sind.
Daraus ergibt sich, dass aus der Gesamtheit aller Unternehmen im 2. Quartal
– 21,5 % einen Umsatzrückgang von mehr als 70 % (entspricht 80 % Fixkostenerstattung)
– 2,6 % einen Umsatzrückgang zwischen 60 und 70 % (entspricht 50 % Fixkostenerstattung)
und die übrigen 75,9 % der Unternehmen Umsatzeinbrüche, die im April und Mai 2020 unter 60 % liegen, verzeichnen. Letztere erhalten keine Überbrückungshilfe.
Es handelt sich um eine vorsichtige Schätzung, die feste Umsatzeinbrüche von April bis August unterstellt.
Tatsächlich dürfte die Zahl der Unternehmen, die hohe Umsatzeinbrüche haben, im Zeitablauf abnehmen und daher die Zahl der Unternehmen, die nur die reduzierte Fixkostenerstattung bekommen oder keiner Förderung mehr bedürfen, zunehmen.
Die Abschätzung beruht des Weiteren auf der Annahme, dass der Fixkostenanteil der antragstellenden Unternehmen im Schnitt bei 30 % des Umsatzes liegt. Eine Reduktion des durchschnittlichen Fixkostenanteils am Umsatz von 30 % auf 20 % würde das Volumen um ca. 6 Mrd. Euro verringern.
Es handelt sich um eine Schätzung, die mit großen Unsicherheiten behaftet ist, weil sie stark vom weiteren Verlauf der Pandemie und ihren Auswirkungen auf die Wirtschaft abhängt. So dürfte vor allem die zunehmende Steigerung der Umsätze aufgrund der Lockerung der Corona-bedingten Schließungen
und Auflagen bis August 2020 das Programmvolumen deutlich verringern.

Nein, Anträge gibt es derzeit noch ebenso wenig wie einen Termin, ab dem die Antragstellung möglich sein soll. Die Beantragung wird wie bei der Soforthilfe über die Bundesländer und ihre zuständigen Behörden laufen, ebenso die Bewilligung, Auszahlung und Nachprüfung. Aktuell werden die rechtlichen Richtlinien und Antragsformulare erarbeitet.

Direkte Zuschüsse zur Beratung von Unternehmen

Krisenberatung

„Krisenberatung Corona“
Gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Ziel der geförderten „Krisenberatung Corona“ ist es, der unten genannten Zielgruppe eine kostenlose Beratung durch externe Experten zu bieten, auf die im Fall einer unmittelbar durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie eingetretenen Krisensituation schnell und unbürokratisch zurückgegriffen werden kann.

Wer ist antragsberechtig?
Kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe aus Baden-Württemberg, welche die KMU Kriterien sowie De-minimis-Regelung erfüllen und von den wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund des Corona-Virus betroffen sind.

Welche Beratungsschwerpunkte sind u.a. möglich?
Erhebung der Ist-Situation im Betrieb
Erstellung von Krisenplänen für die operative Arbeit im UnternehmenFinanz- und Kapitalplanung, Liquiditätsplanung
Vorbereitung von Bankgesprächen
Beantragung von geeigneten Fördermitteln
Begleitung des Krisenmanagements
Erstellung einer Strategie für potenzielle Auswirkungen nach der Krise

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?
Die Beratung ist kostenfrei. Ihr Eigenanteil ist lediglich die Umsatzsteuer in Höhe von € 133,- pro Tagewerk, welche vor Beratungsbeginn zu entrichten ist. Es können bis zu 4 Beratungstage von jeweils 8 Stunden in Anspruch genommen werden.

Von wem werde ich beraten?
Die Beratung erfolgt durch qualifizierte, erfahrene HBW-Berater*innen aus unserem Netzwerk. In einem Erstgespräch eruieren wir, welche Beratungsperson am besten zu Ihnen und Ihrem Beratungsprojekt passt.

 Was muss ich tun, um die Beratung in Anspruch zu nehmen?
Senden Sie uns eine Email an: info@foerdermittel-handel.de
Sie können auch unten einen Beratungstermin bei uns buchen. Wir nehmen anschließend Kontakt für ein Erstgespräch mit Ihnen auf. Bitte beachten Sie, dass das Beratungskontingent limitiert ist.

Jedes KMU in Baden-Württemberg hat Anspruch auf zwei geförderte Beratungstage pro Jahr. Der Zuschuß pro Tag liegt bei 350,00 €. Insgesamt erhalten Sie damit 700,00 € vom Land Baden-Württemberg. Die Beantragung ist einfach und unbürokratisch.

Jedes KMU in Baden-Württemberg hat Anspruch auf die Förderung der BAFA zu 14 unterschiedlichen Beratungsarten.

Ab sofort können Sie einen Antrag für Beratungen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000,00 Euro für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler ohne Eigenanteil gefördert werden, beim BAFA stellen.

Wir weisen Sie darauf hin, dass nach der bestehenden Richtlinie bei allen Modulen ausschließlich konzeptionelle, individuelle Beratungsleistungen förderfähig sind. Reine Fördermittelberatungen sind hier nicht zulässig und können nicht gefördert werden.

Die Beratung nach dem neuen Modul muss sich auf die durch die Corona-Krise hervorgerufenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten beziehen. KMU, die schon vorher in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren, können hier nicht gefördert werden.

Hier geht es direkt zur BAFA

Jedes KMU in Baden-Württemberg hat Anspruch auf die Förderung der BAFA zu 14 unterschiedlichen Beratungsarten. Der maximale Zuschuß liegt bei 1.500,00 €. Die Porgramme können teilweise kombiniert werden. Unternehmen in Schwierigkeiten erhalten einen Zuschuß von 2.700,00 €.

Hier geht es direkt zur BAFA

Jedes KMU hat Anspruch auf eine ESF Coaching mit insgesamt 15 Beratungstagen und einem Zuschuß von 400,00 € am Tag.

Hier geht es direkt zum ESF Programm

Jeder Existenzgründer in Baden-Württemberg hat Anspruch auf eine geförderte Gründungsberatung. Der Eigenanteil des Günders beträgt 180,00 € am Tag. Maximal 8 Tage sind möglich.

Direkte Förderprogramme zum Thema Digitalisierung

Das können Sie finanzieren:

  • Digitalisierung von Produktion, Prozessen, Produkten und Dienstleistungen
  • Erhöhung der IKT-Sicherheit
  • Kosten für Hard- und Software und damit verbundene Dienstleistungen und Schulungen

Das bieten wir Ihnen an:

  • Sie erhalten einen Zuschuss, der sich anteilig nach der Höhe der zuwendungsfähigen Ausgaben richtet.
  • Bei zuwendungsfähigen Ausgaben von 10.000 € bis einschließlich 20.000 € beträgt die Förderung 50 %.
  • Sie erhalten einen pauschalen Festbetrag von 10.000 € wenn die zuwendungsfähigen Ausgaben über 20.000 € bis einschließlich 50.000 € liegen.
  • Bei zuwendungsfähigen Ausgaben über 50.000 € bis einschließlich 100.000 € beträgt die Förderung 20 %.
  • Sind die zuwendungsfähigen Ausgaben höher als 100.000 € erhalten Sie einen pauschalen Festbetrag von 20.000 €.

Hier finden Sie alle weiteren Informationen zur Digitalisierungsprämie Plus (Zuschussvariante): https://www.l-bank.de/produkte/finanzhilfen/digiplus-zuschuss.html

Den Antrag können Sie in dem Fall direkt bei der L-Bank stellen:

https://www.l-bank.de/formularassistent/fh/digitalisierungspramie-plus—zuschussvariante-antrag.html

Das können Sie finanzieren:

  • Digitalisierung von Produktion, Prozessen, Produkten und Dienstleistungen

  • Erhöhung der IKT-Sicherheit

  • Kosten für Hard- und Software und damit verbundene Dienstleistungen und Schulungen

Das bieten wir Ihnen an:

  • Finanzierung: Förderdarlehen im Hausbankenverfahren mit Tilgungszuschuss

  • Kredithöhe: 10.000–200.000 €

  • Kreditlaufzeit: 5, 7 oder 10 Jahre | tilgungsfrei 0–2 Jahre

  • Sollzinsbindung: wie Kreditlaufzeit

  • Bereitstellungszinsen: keine

  • Sondertilgung: in den ersten 5 Jahren nach Darlehenszusage ausgeschlossen, danach jederzeit möglich gegen Vorfälligkeitsentschädigung und mit Kürzung des Tilgungszuschusses

  • Aktuelle Zinssätze und Tilgungszuschüsse: siehe Konditionenübersicht bei den Downloads

Zusätzliche Leistung: Tilgungszuschuss

Nach erfolgreicher Durchführung des Projektes erhalten Sie einen Tilgungszuschuss. Damit müssen Sie das Darlehen nicht in voller Höhe zurückzahlen. Der Tilgungszuschuss stammt aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und der KfW.

Der Tilgungszuschuss beträgt derzeit (Stand 15.10.2020):

  • 53 % des Bruttodarlehensbetrags für Darlehen ab 10.000 bis 20.000 €
  • 10.000 € + 3 % des Bruttodarlehensbetrags für Darlehen über 20.000 bis 50.000 €
  • 23 % des Bruttodarlehensbetrag für Darlehen über 50.000 bis 100.000 €
  • 20.000 € + 3 % des Bruttodarlehensbetrags für Darlehen über 100.000 €

Hier finden Sie alle weiteren Informationen zur Digitalisierungsprämie Plus (Darlehensvariante): https://www.l-bank.de/produkte/wirtschaftsfoerderung/digitalisierungspraemie.html

Den Antrag müssen Sie hier bei Ihrer Hausbank stellen.

Das sind die Ziele des Programms

Das Programm unterstützt KMU und Handwerk bei der digitalen Transformation. Ziele sind:

  • Mehr Investitionen mittelständischer Unternehmen in digitale Technologien sowie Qualifizierung und Know-how der Beschäftigten
  • Mehr branchenübergreifende Digitalisierungsprozesse bei KMU und Handwerk
  • Verbesserte digitale Geschäftsprozesse in Unternehmen
  • Mehr Chancen durch digitale Geschäftsmodelle
  • Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von KMU
  • Befähigung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und neue Investitionen in die Digitalisierung ihres Unternehmens anzustoßen
  • Höhere IT-Sicherheit in Unternehmen
  • Stärkung von Unternehmen in wirtschaftlich strukturschwachen Regionen

Hier bekommt man alle Informationen      https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digital-jetzt.html

Zuschuss für Beratung bis zu 33.000 Euro
Mit seinen drei Modulen „IT-Sicherheit“, „Digitale Markterschließung“ und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ richtet sich „go-digital“ gezielt an kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Um KMU in bürokratischen Erfordernissen zu  entlasten, übernehmen autorisierte Beratungsunternehmen die Antragstellung für die Förderung.

Hier erfahren Sie mehr dazu

Zuschuss bis zu 20.000 Euro
Der Innovationsgutschein Hightech Digital dient der Unterstützung anspruchsvoller Forschungs- und Entwicklungsvorhaben etablierter Unternehmen im Zusammenhang mit der Entwicklung und Realisierung von digitalen Produkten und Dienstleistungen.

Hier geht es zum Förderprogramm

ab 1,00 % effektiver Jahreszins für Investitionen und Betriebsmittel
Mit dem ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit wird der Finanzierungsbedarf im Zusammenhang mit einem Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben für Investitionen und Betriebsmittel gefördert. Als innovatives Vorhaben gilt die Entwicklung neuer oder verbesserter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen.

Hier geht es zum Förderprogramm

Einen Gesamtüberblick über Fördergeber von Land, Bund und EU erhalten Sie auf der Seite www.foerderdatenbank.de.

Liquiditätsprogramme der KfW und L-Bank

Art

Zuständigkeit

Inhalt

Vorteil

Nachteil

Bewertung

L-Bank Liquiditätskredit

Landesprogramm

Für die Bewältigung vorübergehender Liquiditätsengpässe, Betriebsmittel-finanzierungen, Konsolidierungen und Betriebsübernahmen.

Für Freiberufler und gewerbliche Unternehmen (mit in der Regel max. 500 Mitarbeitenden) Kredithöhe: 10.000 Euro bis 5 Mio. Euro, im Einzelfall sind auch höhere Beträge denkbar

Laufzeit: 4, 5, 6, 8 oder 10 Jahre

Tilgungsfrei: 0 bis 2 Jahre oder 4 Jahre

Sondertilgung: jederzeit möglich ohne Vorfälligkeitsentschädigung

Sicherheiten: über die Bürgschaftsbank (50 % – 80 %) sind möglich

breites Einsatz-spektrum, viele Laufzeit-varianten, jederzeit Sonder-tilgungen möglich, zügige Bearbeitung durch L-Bank und BB, Kombination mit anderen Programmen möglich

großes Zinsspektrum (zwischen 1 % und 8 % je nach Bonität)

++

L-Bank Wachstums-finanzierung/

Gründungs-finanzierung

Landesprogramm

Erweiterung oder Verlagerung Unternehmens-standort, Kauf eines Unternehmens

(mindestens 5 Jahre am Markt sein)

Konditionen wie Liquiditätskredit jedoch bis zu 3 tilgungsfreie Jahre

Tilgungszuschuss in Höhe von 10% durch L-Bank

Kredithöhe: 10.000 Euro bis 5 Mio. Euro

tilgungsfreie Jahre, mehrere Laufzeit-varianten, ggf. Tilgungs-zuschuss ca. 10% abhängig von der jeweiligen Hausbank

großes Zinsspektrum (zwischen 1 % und 8 % je nach Bonität), vorzeitige Tilgung gegen Vorfälligkeits-entschädigung

+

L-Bank Liquiditätskredit Plus

Sofortbürgschaft

Landesprogramm

Landesprogramm

Zur Abdeckung eines durch die Corona Krise entstandenen erhöhten Liquiditätsbedarfs.

Inhalt: siehe Liquiditätskredit

jedoch:

Kredithöhe: max. 3 Mio. Euro

Tilgungszuschuss der L-Bank: max. 10 % (verringert die Restschuld max. 300.000 €)

Sicherheiten: 90 % durch die Bürgschaftsbank

Unternehmen bis 10 Beschäftigte

Kredithöhe: max. 125 T€
(90 % Sicherheiten Bürgschaftsbank)

                   max. 125 T€
(100% Sicherheiten Bürgschaftsbank)

                   Zinssatz: 2,35 %

10 % Zuschuss reduziert die Tilgungs-leistungen und fördert die Bereitschaft der Hausbanken zur Übernahme des Restrisikos.

Bis zu 100 % Absicherung durch die Bürgschaftsbank

bei vorzeitiger Rückzahlung werden auch für den Tilgungs-zuschuss Rückzahlungen fällig

keine

++

Bürgschaften

Landesprogramm

Bei fehlenden Sicherheiten z.B. die Gewährung eines von der Hausbank geplanten Liquiditäts- oder Betriebsmittelkredits können Bürgschaftsbank oder L-Bank mit einer Bürgschaft Risiken abnehmen.

•       Bürgschaftsbank BW bis zu 2,5 Mio. €

•       L-Bank über 2,5 Mio. € bis 5 Mio. €

•       Landesbürgschaften über 5 Mio. €

Gute Möglichkeit Sicherheiten zur Kreditvergabe zu erlangen

Zunächst bleibt eine Lücke von 10% (Bürgschaft 90%)

++

KfW Unternehmer-kredit

Bundesprogramm

Förderfähige Maßnahmen:

Investitionen, Betriebsmittel, Warenlager, Erwerb von Vermögenswerten aus anderen Unternehmen einschließlich Übernahmen und tätige Beteiligungen

90 % – ige Haftungsfreistellung für die Hausbank

Kredithöhe: bis 1 Mrd. Euro, max. 25 % des Jahresumsatzes 2019

günstige Zinsen (1% bis 1,46 %), kombinierbar mit anderen öffentlichen Fördermitteln

kurze Laufzeit (max. 5 Jahre), umfangreiche Kreditprüfung (finanz-wirtschaftliche Planungen), Unternehmen müssen mindestens 5 Jahre am Markt sein

+/-

KfW Schnellkredit

Bundesprogramm

Förderfähige Maßnahmen:

Investitionen, Betriebsmittel, Warenlager

100 % – ige Haftungsfreistellung für die Hausbank

Kredithöhe: bis 500.000 Euro (bis 50 MA), 800.000 Euro (bis 250 MA)

keine Kredit- und Risikoprüfung, schnelle Bearbeitung, keine Zukunftsplanungen erforderlich, lange Laufzeit 10 Jahre

Zinssatz 3 %, nicht kombinierbar mit KfW Krediten, nicht zur Ablösung von Konto-korrentkrediten, Sondertilgung zu 100 % möglich, nur für Unternehmen > 10 Mitarbeitern, Gewinnaus-schüttungen während der Laufzeit nicht möglich

+/-

VR Smart Flexibel

Bundesprogramm

Sonderform des KfW Unternehmerkredits, der sich am Corona Sonderprogramm orientiert (s.o.).

Reiner Betriebsmittel Kredit für Unternehmen, die mindestens 3 Jahre am Markt sind.

Kredithöhe: bis 100 T€, Zinssatz zwischen 1,0 % und 1,46 %, Laufzeit bis 5 Jahre

nur Bonitäts-prüfung, günstiger Zins

nur für Betriebsmittel, max. 100 T€, bisher nur über eine Volksbank zu beantragen

++

Corona-Soforthilfe 1

Direktzuschuss

Landes-/ Bundes-programm

Direktzuschuss an kleinen und mittelständischen Unternehmen, Solo-Selbständigen in Form von Soforthilfen

Voraussetzung: durch Corona-Krise existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage oder in massive Liquiditätsengpässe.

Unternehmen bis 5 MA = 9.000,00 €

Unternehmen bis 10 MA = 15.000,00 €

Unternehmen bis 30 MA = 30.000,00 €

Nur Nachweis der Umsatzeinbuße, Liquiditätsengpass

 

Ggf. Rückzahlung, wenn innerhalb 3 Monaten die Lage sich verbessert

++

Überbrückungshilfe

Landes-/ Bundes-programm

Direktzuschuss an kleine und mittelständische Unternehmen, Solo-Selbständigen in Form von Soforthilfen

Voraussetzung: Umsatzeinbuße mindestens 60 % in den Vergleichsmonaten April / Mai 2019 und April / Mai 2020

Prozentuale Erstattung von Fixkostenanteile je nach Umsatzrückgang (Berechnungsmonate: Juni, Juli, August)

Unternehmen bis 5 MA = 9.000,00 €

Unternehmen bis 10 MA = 15.000,00 €

Unternehmen bis 30 MA = 30.000,00 €

Unternehmen bis 250 MA = 50.000,00 €

In begründeten Ausnahmefällen kann die Förderung bis zu 150.000 Euro für 3 Monate betragen

Nur Nachweis der Umsatz-einbuße

 

Rückzahlung, sofern der Istumsatz höher ist als der Planumsatz, Verwendungsnachweis erforderlich

++

Sonstige Förderinstrumente

Start-up BW Pro-Tect ist eine Ausweitung des Förderprogramms Start-up BW Pre-Seed für von der Corona-Krise betroffene Startups.
Start-up BW Pre-Seed dient dazu, Start-ups reif für die erste Finanzierungstunde zu machen. Start-up BW Pro-Tect ermöglicht
nun auch Start-ups, die erste Finanzierungsrunden bereits erfolgreich abgeschlossen haben, den wie ein Wandeldarlehen gestalteten
rückzahlbaren Zuschuss zur Deckung eines Kapitalbedarfs von i.d.R. bis zu 200.000 Euro zu beantragen, um Liquiditätsengpässe
bis zur nächsten Finanzierungsrunde zu überbrücken. Dabei werden 80 Prozent vom Land finanziert und 20 Prozent müssen von einem
privaten Ko-Investoren stammen.

www.startupbw.de/pre-seed
www.startupbw.de/pro-tect/

Der Beteiligungsfonds richtet sich gezielt an baden-württembergische Unternehmen zwischen 50 und 250 Mitarbeitern, die für die baden-
württembergische Wirtschaft eine besondere Relevanz haben. Er soll ihr Eigenkapital stärken, um diese kreditwürdig zu machen
und deren Fortbestand somit über die Krise hinaus zu sichern. Das Land führt dazu den Unternehmen zeitlich begrenzt Eigenkapital
zu oder setzt Finanzierungsinstrumente mit Eigenkapitalcharakter ein. Voraussetzung für die Beantragung des Beteiligungsfonds ist unter
anderem ein ausgewiesener Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Millionen
Euro im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr.
Weitere Informationen:
www.wm.baden-wuerttemberg.de/beteiligungsfonds

Die durch das Mezzanine-Beteiligungsprogramm Baden-Württemberg bereitgestellte Instrumentenpalette reicht von mezzaninen Finanzierungsformen
wie Wandeldarlehen und Nachrangdarlehen und stillen Beteiligungen bis hin zu direkten Beteiligungen im Einzelfall.
Das Mezzanine-Beteiligungsprogramm wird in Zusammenarbeit mit dem Bund umgesetzt. Insgesamt stehen von Landesseite 50 Millionen
Euro zur Verfügung. Damit können bis zu 250 Millionen Euro an Finanzierungsvolumen bewegt werden. Die L-Bank vergibt die Mittel
an akkreditierte Finanzintermediäre, die die Mittel in Form von Wandeldarlehen, Nachrangdarlehen und stillen Beteiligungen bis hin zu direkten Beteiligungen im Einzelfall an die Unternehmen ausreichen können. Davon trägt 70 Prozent der Bund, 20 Prozent das Land und 10 Prozent die Finanzgesellschaft, die als Intermediär die Beteiligung oder das Finanzierungsgeschäft umsetzt. Die Bereitstellung der Programmmittel erfolgt zu attraktiven und günstigen Marktkonditionen
und nicht über Zuschüsse. Sofern sich in einem längerfristigen Zeitraum die Unternehmen erholen, ist eine grundsätzliche Rückzahlung der ausgereichten staatlichen Mittel vorgesehen.
Weitere Informationen:
www.wm.baden-wuerttemberg.de/mezzanine

Kurzarbeitende Betriebe, die für mindestens vier Wochen Dauer ihre Auszubildenden in einem Partnerbetrieb ausbilden lassen, können
ab sofort mit 1.000 Euro gefördert werden.
Weitere Informationen:
www.wm.baden-wuerttemberg.de/azubi-im-verbund

Übernahme von Auszubildenden nach Insolvenz oder unvorhersehbarer
Schließung ihres bisherigen Ausbildungsbetriebs. Ausbildungsbetriebe
erhalten eine Prämie von 1.200 Euro für jeden übernommenen
Auszubildenden.
Weitere Informationen:
www.wm.baden-wuerttemberg.de/azubi-transfer

In 6 Schritten zu mehr Erfolg

Wie funktioniert der Prozess von der Fördermittelbeantragung bis hin zur Beratung?

1

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

2

Wir führen ein Vorgespräch mit Ihnen.

3

Wir überprüfen Ihre Vostellungen mit den Förderichtlinien.

4

Wir wählen den passenden Berater für Sie aus.

5

Ihr Berater führt das Projekt bei Ihnen durch.

6

Wir rechnen das Projekt ab für Sie.

Mit unserem ganzheitlichen Konzept beraten wir Sie und Ihr Unternehmen in allen wichtigen Phasen:

Situations-
analyse

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Finanz-
analyse

Liquidität überprüfen und absichern

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Strategie und Planung

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Marketing und Vertrieb

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